Erster Ebola-Fall außerhalb Westafrikas diagnostiziert – Quarantäne verhängt
Erster Ebola-Fall außerhalb Westafrikas diagnostiziert – Quarantäne verhängt
Eine Person aus Liberia flog nach Texas, um Familie zu besuchen, und erkrankte nach der Ankunft. Sie ging ins Krankenhaus, wurde aber nach Hause geschickt. Zwei Tage später verschlechterte sich ihr Zustand und bei der Rückkehr ins Krankenhaus wurde ein Ebola-Verdacht geäußert. Der Patient wurde sofort in vollständige Isolation gebracht, um eine Ausbreitung der Krankheit innerhalb des Krankenhauses zu verhindern. Dies ist die erste Person, bei der außerhalb der von Ebola betroffenen Länder Westafrikas Ebola diagnostiziert wurde.
Während seiner Reise zeigte er keine Symptome und konnte die Krankheit daher nicht auf andere Passagiere oder Personen, mit denen er unterwegs in Kontakt kam, übertragen. Das Ebola-Virus wird erst übertragen, wenn nach der Inkubationszeit, die bis zu 21 Tage dauern kann, Symptome auftreten. Selbst dann wird es nicht über die Luft übertragen. Eine Infektion erfordert engen Kontakt mit Schweiß, Blut, Tränen, Erbrochenem oder Durchfall einer erkrankten Person.
Vor seiner Krankenhauseinweisung, während er bereits symptomatisch war, hatte er engen Kontakt mit etwa 12 bis 18 Personen. Die unmittelbaren Familienkontakte wurden zu Hause unter Quarantäne gestellt. Vorsorglich wurden etwa 100 Personen kontaktiert und eine Handvoll wird überwacht. Bisher zeigte keiner der mutmaßlichen Kontaktpersonen Symptome von Ebola.
Angesichts der anhaltenden Ebola-Epidemie in Guinea, Liberia und Sierra Leone war es unvermeidlich, dass eine Person, die das Virus in sich trug, in ein anderes Land reisen und dort erkranken würde.
Tatsächlich wurden Dutzende von Personen bei der Ankunft auf Flughäfen in vielen verschiedenen Ländern auf das Virus untersucht. Mit Ausnahme des Falls in Texas waren alle Tests bisher negativ. Bei einigen Reisenden wurde Malaria festgestellt, eine häufige Infektion in diesen Ländern.
In hoch entwickelten Ländern mit ausgefeilten Infektionskontrollverfahren in ihren Krankenhäusern ist das Risiko einer weiteren Ausbreitung über vielleicht ein paar enge Kontakte des ersten Falls hinaus sehr gering. Daher besteht für die lokale Bevölkerung in Dallas oder anderswo kaum eine Gefahr.
Die Weltgesundheitsorganisation hat alle Länder dazu aufgefordert, wachsam zu sein und geeignete Isolations- und Quarantäneverfahren einzuleiten.