Wiederauftreten des H7N9-Vogelgrippestamms in China
Wiederauftreten des H7N9-Vogelgrippestamms in China
Der erste humane Fall der aviären Influenza H7N9 in Hongkong wurde soeben gemeldet. Die Patientin ist hospitalisiert und in kritischem Zustand. Sie hielt sich letzten Monat in Shenzhen auf und hatte dort Kontakt mit Geflügel. Die Regierung hat die Alarmstufe ihres Pandemiebereitschaftsplans von “Warnung” auf “Ernst” angehoben.
Sie erinnern sich vielleicht an frühere Sitata-Beiträge dieses Jahres zu diesem neuen Vogelgrippestamm und wie er sich in kurzer Zeit auf vier Provinzen im chinesischen Festland (Fujian, Jiangxi, Hunan, Henan) ausbreitete; wie etwa die Hälfte der infizierten Menschen an diesem hochgradig tödlichen Virus starb; und wie die Gesundheitsbehörden die Lebendgeflügelmärkte schließen mussten, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen.
Experten der Weltgesundheitsorganisation haben festgestellt, dass dies ein “ungewöhnlich gefährliches Virus für Menschen” ist. Glücklicherweise gab es nur wenig Übertragung von Mensch zu Mensch und keine größere internationale Ausbreitung. Dennoch blieben mehrere Fragen offen. So war es beispielsweise schwer zu beurteilen, wie weit verbreitet das Virus in der gesamten Geflügelpopulation war, da es die Vögel nicht krank machte.
Die Sorge ist, dass das Virus mutieren könnte, um leichter von Mensch zu Mensch übertragbar zu werden, was eine Epidemie auslösen würde.
Die Person in diesem neuen Fall in Hongkong hatte Kontakt mit Geflügel, was darauf hindeutet, dass das Virus durch die zuvor von der chinesischen Regierung verhängten Marktkontrollen nicht vollständig aus der Geflügelpopulation ausgerottet wurde. Bisher gibt es keine Hinweise auf eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung im Zusammenhang mit dieser Patientin, aber es ist zu früh, um dies zu bestätigen.
Dieses Virus (H7N9) sollte nicht mit dem MERS-Coronavirus im Nahen Osten verwechselt werden. Es ist völlig unabhängig davon.
Für Reisende nach Hongkong und China lautet der beste Rat, die Lebendgeflügelmärkte zu meiden und gute Grippeprävention zu praktizieren, d.h. sich häufig die Hände zu waschen.