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Tipps für humanitäre Helfer in der Katastrophenhilfe

Tipps für humanitäre Helfer in der Katastrophenhilfe

MS
Madeline Sharpe
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Tipps für humanitäre Helfer in der Katastrophenhilfe

Viele internationale Freiwilligenorganisationen leisten humanitäre Hilfe für Menschen, die von großflächigen Katastrophen betroffen sind, wie dem Supertaifun, der die Stadt Tacloban und andere Gebiete der Philippinen verwüstet hat.

Da Katastrophen wie Erdbeben, Taifune, Tsunamis usw. mit wenig oder keiner Vorwarnung eintreten, müssen internationale humanitäre Helfer darauf vorbereitet sein, schnell in verschiedene Länder mit unterschiedlichen Umgebungen, Kulturen sowie Gesundheits- und Sicherheitsrisiken zu reisen. Wenn Sie ein internationaler Freiwilliger sind, müssen Ihre Impfungen auf dem neuesten Stand sein und geeignete Krankheitspräventionsmaßnahmen wie Malaria-Prophylaxe griffbereit sein, um Ihre Gesundheit zu erhalten. Sie müssen Ihre persönliche Gesundheit und Ihr Wohlbefinden vor, während und nach dem Einsatz im Blick behalten. Persönliche Sicherheit und Stress können Probleme darstellen. Möglicherweise müssen Sie bei Ihrer Ankunft am Katastrophenort selbst für Nahrung, Wasser, medizinische Ausrüstung, Unterkunft usw. sorgen.

Vorbereitung

Bevor Sie abreisen, können Sie sich durch die Registrierung Ihres Ziels bei Sitata schnell einen Überblick über die Gesundheits- und Sicherheitslage im betroffenen Land verschaffen. Sie erhalten auch aktuelle und Echtzeit-Warnungen zu Gesundheit und Sicherheit. Wenn sich am Einsatzort neue Gesundheits- oder Sicherheitsrisiken entwickeln, informiert Sie Sitata umgehend per elektronischer Warnung. Zusätzlich sollten Sie erwägen, Ihre Reiseroute vor der Abreise bei Ihrer Regierung oder bei Ihrer Ankunft bei Ihrer Botschaft zu registrieren.

Wenn Sie Medikamente einnehmen, schwanger sind oder an einer chronischen Erkrankung leiden, klären Sie mit Ihrem Arzt, ob Ihr Einsatzort für Sie geeignet ist. Die Gesundheitsversorgung vor Ort kann extrem eingeschränkt sein.

Nehmen Sie eine Reiseapotheke mit

Bei Sitata empfehlen wir allen international Reisenden, eine Reiseapotheke zusammenzustellen und mitzuführen – das gilt besonders für Helfer. Der Inhalt Ihrer Apotheke hängt davon ab, wie lange Sie im Ausland sein werden. In einem früheren Beitrag, Was Sie in Ihre Reiseapotheke packen sollten, geben wir einige Packtipps. Eine detailliertere Liste wurde von Dr. Brian Gushulak, einem der wissenschaftlichen Berater von Sitata, erstellt und ist im Yellow Book der CDC zu finden. Er listet auf, welche Toilettenartikel mitzunehmen sind, welche Kleidung Sie benötigen könnten, Sicherheitsausrüstung (wie Bargeld, Geldgürtel usw.) und Gegenstände, die den Alltag erleichtern.

Achten Sie auf Ihr Stresslevel

Die Bereitstellung humanitärer Hilfe mitten in einer Katastrophenlage ist stressig. Eine Studie des Amerikanischen Roten Kreuzes ergab kürzlich, dass mehr als 40 % der Helfer ihre Erfahrung als stressiger als erwartet empfanden. Die Ursache für Ihren Stress kann vielfältig sein, wie z.B. die Konfrontation mit Gewalt, Krankheit, Tod und Zerstörung. Einige Helfer haben festgestellt, dass Familienfotos helfen können, da sie an die Welt erinnern, die Sie zurückgelassen haben. Außerdem kann das Führen eines Tagebuchs über Ihre Erlebnisse hilfreich sein. Einige Organisationen schicken auch Stressmanagement-Berater, um ihr Feldpersonal zu unterstützen.

Nach Ihrer Rückkehr können Ihre Erfahrungen nachhaltige Auswirkungen haben. Studien zeigen, dass mehr als 30 % der Helfer kurz nach der Heimkehr über Depressionen berichten. Zögern Sie nicht, professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen, wenn Sie sich depressiv fühlen, unter Flashbacks leiden, antriebslos sind oder Schlafprobleme haben.

Seien Sie sich Ihrer Umgebung bewusst

Oft sind Gebäude nach einer Katastrophe instabil und Einstürze oder herabfallende Trümmer können häufig vorkommen. Recht und Ordnung können zusammengebrochen sein. Bleiben Sie wachsam gegenüber Ihrer Umgebung und den Menschen um Sie herum. Vermeiden Sie Situationen, die Sie einem Verletzungsrisiko aussetzen könnten. Sie sollten beispielsweise versuchen, stets bei Ihrer Hilfsgruppe zu bleiben und nicht allein in unbekanntes Gebiet abzudriften. Wenn Sie verletzt oder krank werden, suchen Sie sofort medizinische Hilfe auf.

Bleiben Sie sicher

Das Wichtigste, was Sie tun können, ist, selbst gesund und sicher zu bleiben, damit Sie weiterhin den Bedürftigen helfen können. Für noch mehr Tipps zur Krisenreaktion lesen Sie die Empfehlungen von Dr. Christopher Van Tilburg, Redakteur für NewsShare und Kommunikation bei der International Society of Travel Medicine, der ebenfalls eine kurze Checkliste für internationale Nothelfer erstellt hat, die an Katastrophenorte reisen.

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Verfasst von Madeline Sharpe