Hochpathogene Aviäre Influenza - H5N1
Es gibt einen Stamm des Influenzavirus namens H5N1, der für Wildvögel und Hausgeflügel (Hühner, Enten usw.) hochgradig tödlich ist. Er hat in den letzten Jahrzehnten zu großen Ausbrüchen in Haushühnerbeständen geführt. In seltenen Fällen hat dieses Virus Menschen infiziert, die sehr engen Kontakt mit infizierten Hühnern hatten. Seit 1997 haben HPAI H5N1-Virusinfektionen etwa 900 Menschen in 22 Ländern infiziert, mit einer Letalitätsrate von etwa 50 %. In den letzten Jahren hat dieses Virus Säugetierarten wie Katzen, Hunde, Nerze, Füchse und andere infiziert. In der vergangenen Woche jedoch berichteten Medien über die ersten jemals registrierten Rinderinfektionen mit dieser hochpathogenen aviären Influenza A (HPAI) H5N1 in mindestens 6 Bundesstaaten. Die Kühe haben sich das Virus wahrscheinlich von infizierten Wildvögeln eingefangen. Es scheint bei Kühen nur eine milde Erkrankung zu verursachen.

Menschlicher Fall
Etwas Besorgnis erregend ist der Bericht über einen Arbeiter auf einer texanischen Milchfarm, der nach Kontakt mit vermutlich infiziertem Vieh positiv auf H5N1 getestet wurde. Die Symptome waren mild und der Patient erholt sich. Die Frage ist, ob das Virus mutiert ist, um Menschen infizieren und sich unter ihnen verbreiten zu können und so eine weitere Pandemie auszulösen. Um diese Frage zu beantworten, hat die US-amerikanische CDC die genetischen Sequenzen des Texas-Virus untersucht. Es gab geringfügige Unterschiede zwischen der menschlichen Probe und denen, die von Rindern gesammelt wurden, aber beide behalten hauptsächlich aviäre genetische Merkmale bei. Insgesamt fehlen dieser Probe Veränderungen, die das Virus besser an die Infektion von Säugetieren anpassen würden.
Zusammenfassung
Aufgrund dieser frühen Studien geht die US-amerikanische CDC davon aus, dass die Risikobewertung für die Allgemeinbevölkerung weiterhin niedrig ist. Menschen mit engem oder länger anhaltendem, ungeschütztem Kontakt zu infizierten Vögeln oder anderen Tieren, einschließlich Nutztieren, oder zu Umgebungen, die von infizierten Vögeln oder Tieren kontaminiert sind, haben jedoch ein höheres Infektionsrisiko. Dennoch ist pasteurisierte Milch sicher zu trinken, während Rohmilch vermieden werden sollte. Angesichts des Fehlens von Mutationen oder anderen Anzeichen, die eine Übertragung auf den Menschen begünstigen würden, ist das Expositionsrisiko für den allgemeinen Reisenden gleich null. Allerdings werden nur Zeit und sorgfältige Überwachung beweisen, dass der Fall in Texas nur ein isoliertes Ereignis ist. Aber ich mache mir Sorgen, dass der H5N1-Stamm, der seit Jahrzehnten weltweit verbreitet ist, mutieren könnte, um sich an den Menschen anzupassen.